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Aktuelle Reportagen

Airpower 2019

Bundesheer Sonnenbrillen

Antwort des Bundeskanzleramtes


Über Umwege ist nun doch eine offizielle Antwort des Bundeskanzleramtes bei uns eingetroffen.

antwort_bka.pdf [349 KB]

Objektiv betrachtet!



Als überparteiliche Interessenvertretung der größten Berufsgruppe des Bundesheeres und Sprachrohr von nahezu 30.000 Unteroffizieren des Präsenz-, Miliz-, Reserve- und des Ruhestandes, verfolgen wir die derzeitigen politischen Entwicklungen von denen das Verteidigungsressort nicht unverschont bleibt. Der Rücktritt des Verteidigungsministers Mario Kunasek kommt nicht nur zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, sondern wird sich vermutlich auch auf die in seiner Amtszeit eingeleiteten Zukunftsprojekte auswirken.

Mario Kunasek hat am 18. Dezember 2017 dieses seit Jahrzehnten "kaputtgesparte" Ressort, welches einer schlecht finanzierten Großbaustelle glich, übernommen. Nicht umsonst hat die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) am 06. Mai 2019 in einem offenen Schreiben an den Herrn Bundeskanzler auf die kritische Budgetlage des Bundesheeres hingewiesen, welches mit einer kurzen Stellungnahme unter dem Hinweis auf das "Mobilitätspaket"- ohne das beschämend niedrige Budget zu erwähnen - beantwortet wurde. In unserem Brief an den Henn Bundeskanzler und einigen politischen Entscheidungsträgern hat die ÖUOG analog zum Chef des Generalstabes auch auf den in Teilbereichen kritischen Zustand des Bundesheeres hingewiesen.

Als parteiunabhängige Organisation vermissen wir in der derzeitigen Berichterstattung die vollständige Aufzählung jener Bereiche die während der Amtsführung des Verteidigungsministers Kunasek eingeleitet und abgeschlossen wurden. So wurden im Rahmen der Investitionen für die geschützte Mobilität nicht nur die weiteren Beschaffungen von geländegängigen Lastkraft- und Funktionsfahrzeugen eingeleitet, sondern auch z.B. die "Pandur-Evolution", die "Hägglunds", die Allschutz-Transportfahrzeuge "Dingo2" sowie die Dekontaminiationssysteme "Mammut" bis hin zum "Iveco" der Truppe übergeben.

Im Rahmen des Hubschrauberpaketes wurde u.a. die Aufstockung der Black Hawk Flotte um weitere 3 S-70 sowie die seit Jahren notwendige Nachbeschaffung von zwölf neuen Mehrzweckhubschraubern eingeleitet, welche auch einen Standort als Hubschrauberstützpunkt absichert. Im Bereich der Schutzausrüstung konnte mit der Beschaffung der ballistischen Schutzwesten ein weiterer Schritt zur Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten gemacht werden. Mit der Einführung des "Interaktiven Szenarientrainings" sowie mit der weiteren Beschaffung von Infanteriewaffen ergab sich eine maßgebliche Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten die uns in allen nationalen und internationalen Einsätzen zu Gute kommen wird.

Im Bereich des Dienstrechtes wurde durch die Erhöhung der Auslandseinsatzzulage die Attraktivität der Auslandseinsätze gesteigert. Vor allem konnte mit der Einführung der Auslobung für alle Bediensteten die einen Dienst- oder Arbeitsunfall erleiden eine respektable Absicherung geschaffen werden. Darüber hinaus konnten durch Sonderverträge maßgebliche Verbesserungen für Spezialfunktionen geschaffen werden.

Mit dem abgeschlossenen Kooperationsabkommen mit der U.S. Army und den damit verbundenen Studentenaustausch wurde für die Österreichischen Unteroffiziere nicht nur ein Meilenstein gesetzt, sondern auch ein Beitrag zur internationalen Weiterentwicklung geleistet. Mit der Einleitung der Projekte der "Tauglichkeitskriterien" wurde den langjährigen Forderungen entsprochen, um den drohenden Rückgang der Grundwehdiener und Zivildiener entgegenzuwirken. Das derzeitige Projekt der "Rekrutenschule" ist ein weiterer Meilenstein in der Attraktivierung und Vereinheitlichung der Grundausbildung unserer Staatsbürger. Die Einführung des seit Jahren geforderten "Tarnanzuges" war ein erster Schritt, wobei der Abschluss vor allem von den künftig zur Verfügung stehenden budgetären Mitteln anhängig sein wird. Einige weitere Projekte wurden eingeleitet, konnten aber zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der ausstehenden Regierungsbeschlüsse noch nicht abgeschlossen werden.

Trotz dieser Erfolgsbilanz die sich natürlich positiv auf die Truppe auswirkt, gibt es noch einige Handlungsfelder - um nicht Baustellen zu sagen - die eine dringende Ausgleichsfinanzierung von rund 3 Milliarden Euro sowie einem ständigen Regelbudget von zumindest 1% des BIP erfordern. Hier ist vor allem die künftige Bundesregierung und allen voran der Bundeskanzler gefordert, um für die Sicherheit unseres Landes und den verfassungskonformen Zustand unseres Bundesheeres - außerhalb von parteipolitischem Geplänkel - zu sorgen.

Mit dem Leiter der Generalstabsdirektion und stellvertretenden Generalstabschef, Generalleutnant Johann Luif wird aus der Sicht der ÖUOG ein überaus erfahrener und umsichtiger Generalstabsoffizier als "Experte" und Verteidigungsminister eingesetzt. Johann Luif ist nicht nur ein anerkannter nationaler und internationaler Kommandant der u.a. die internationalen Truppen in Bosnien als Kommandant sowie als Stellvertretender Kommandant im Kosovo geführt hat, sondern er genießt auch ressortintern hohe Akzeptanz. Aufgrund seiner langjährigen ministeriellen Tätigkeit bringt er ein hohes Maß an Fachkompetenz u.a. im budgetären Bereich mit. Die ÖUOG setzt vollstes Vertrauen in Johann Luif und wünscht ihm für die Bewältigung der Herausforderungen alles Gute und eine glückliche Hand in seinen Entscheidungen.

Die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft dankt dem scheidenden Bundesminister Kunasek für seinen unermüdlichen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute, viel Schaffenskraft und Soldatenglück.


Der Präsident:

Othmar WOHLKÖNIG, Vzlt

 

Kommandoübergabe bei der ÖUOG

Grppenfoto der Fest und Ehrengäste


Die Heeresunteroffiziersakademie in Enns ist die Heimatstätte der Unteroffiziere. Daher lag es nahe, dass die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) ihre Generalversammlung am 24. und 25. April 2019 an dieser Bildungseinrichtung durchführte, wo der Steirer Vizeleutnant Othmar Wohlkönig einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt wurde. Er übernimmt das Ehrenamt vom Oberösterreicher Vizeleutnant Paul Kellermayr der über Jahre hinweg die ÖUOG erfolgreich führte und sich nun zurückzieht.

Vzlt Paul Kellermayr übergibt die Flagge der ÖUOG an den neuen Präsidenten Vzlt Othmar Wohlkönig


Als Interessengemeinschaft der größten Berufsgruppe des Bundesheeres ist die ÖUOG nicht nur das Sprachrohr von nahezu 30.000 Unteroffizieren des Präsenz-, Miliz-, Reserve- und Ruhestandes, sondern die ÖUOG ist als wehrpolitischer Verein auch Meinungsbildner in der Öffentlichkeit. Als Gründungsmitglied der Plattform „Wehrhaftes Österreich“ ist es ein Selbstverständnis für ein sicheres Österreich einzutreten. „Es ist aber auch unsere Pflicht auf die Langzeitschäden hinzuweisen, die durch die jahrelange Mangelwirtschaft in allen Bereichen des Bundesheeres entstanden sind. Wenn nicht Sofortmaßnahmen in der Höhe von rund 3,3 Milliarden Euro eingeleitet werden und die Bundesregierung auch weiterhin dem Bundesheer die notwendigen Mittel vorenthält, wird die strategische Handlungsreserve mittelfristig handlungsunfähig sein“, sagt der neue Präsident Othmar Wohlkönig.

Wohlkönig hat sich mit seinem Team für die kommende vierjährige Funktionsperiode klare Ziele gesetzt. „Neben der Unterstützung des Bundesministers bei seinem Kampf um ein ordentliches Regelbudget von zumindest ein Prozent des BIP, werden wir uns auch verstärkt für die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie für die Anhebung des Stellenwertes der Unteroffiziere einsetzen“.Ein besonderes Augenmerk legt der Präsident auch auf den Kadernachwuchs, denn in den jungen Unteroffizieren liegt für ihn die Zukunft des Bundesheeres. „Wir sehen uns aber auch karitativ verpflichtet und legen besonderen Wert darauf, für unsere Mitglieder und deren Angehörige in unverschuldeten Notsituationen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, erklärt Wohlkönig.


Als Ehrengäste konnte die Festversammlung, den Bundesminister für Verteidigung, Herrn Mario Kunasek, den Chef des Generalstabes, General Mag. Robert Brieger, den Kommandanten der Streitkräfte, Herrn Generalleutnant Mag. Franz Reissner MSc und den Kommandanten der Heeresunteroffiziersgesellschaft, Herrn Brigadier Nikolaus Egger MSD, begrüßen.

Ehrschätzung erhielt die Generalversammlung auch durch die Anwesenheit des Vorsitzenden der Plattform wehrhaftes Österreich und gleichzeitig Präsident der österreichischen Offiziersgesellschaft , Herrn Brigadier Erich Cibulka, dem Vorsitzenden des österreichischen Kameradschaftbundes, Herr Bundesrat a.D. Ludwig Bieringer, dem Vorsitzenden der Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere, Herrn Oberst i.R. Dr. Siegfried Albel, Herrn Generalleutnant i.R. Mag. Bernhard Bair, dem Vorsitzenden des Fachausschusses Steiermark, Offiziersstellvertreter Gerald Sapper und den Verkaufsleiter der Exekutive Helvetia, Herrn Oberst der Miliz Peter Krauss.

vlnr.: Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, Bundesminister für Landesverteidigung Mario Kunasek, General Mag. Robert Brieger, Vizeleutnant Paul Kellermayr, Brigadier Nikolaus Egger, Brigadier Erich Cibulka, Generalleutnant i.R. Mag. Bernhard Bair


Der Bundesminister für Landesverteidigung, Herr Mario Kunasek bei seiner Festansprache.

Bundesminister Mario Kunasek bei seiner Festansprache.


Im Rahmen des Festaktes wurden verdiente Soldaten und Personen des öffentlichen Leben ausgezeichnet.

Das Ehrenzeichen in Gold wurde von Vizeleutnant Paul Kellermayr an den Vorsitzenden der Österreichischen Offiziersgesellschaft, Herrn Brigadier Erich Cibulka, verliehen.

Das Ehrenzeichen in Gold wurde von Vizeleutnant Othmar Wohlkönig an den Vorsitzenden des Generalstabes, Herrn General Mag. Robert Brieger, verliehen.

Das Ehrenzeichen in Gold wurde von Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, an den Kommandanten der Heeres Unteroffiziersakademie, Herrn Brigadier Nikolaus Egger, verliehen.

Die Ehrenmitgliedschaft wurde von Vizeleutnant Othmar Wohlkönig an die ehemaligen Vorstandsmitglieder, Vzlti.R. Josef Danninger, Vzlti.R Alfred Fehringer und Vzlti.R Walter Riedinger, verliehen.

Die Ehrenmitgliedschaft wurde an den Bundesminister für Landesverteidigung, Herrn Mario Kunasek von Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, verliehen.

Vizeleutnant Paul Kellermayr wurde die Ehrenpräsidentschaft von Othmar Wohlkönig verleihen.


Im weiteren Verlauf legten der Bundesvorstand Rechenschaft über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr vor. Es zeigt sich immer wieder, dass in allen Bereichen, Unteroffiziere mit Hand und Herz für ihre Gemeinschaft freiwillig ihren Beitrag zu leisten.
Die größte Personengruppe innerhalb des österreichischen Bundesheeres ist zu einer konstruktiven und aktiven Mitarbeit an den notwendigen Reformen bereit und fordert einen offenen, sachlichen Diskurs über das vorgelegte Positionspapier des Generalstabes.



Der neue Vorstand der österreichischen Unteroffiziersgesellschaft:

Präsident: Vzlt Wöhlkönig Othmar
Präsidentstellvertreter: Vzlt Auinger Markus
Generalsekretär: Vzlt Buchbauer Maximilian
Finanzreferenten: Vzlt Gruber Karl Heinz
Finanzreferentstellvertreter: StWm Csencsics Alexander
Schriftführer: Vzlt Pöhacker Willibald
Schriftführerstellvertreter Vzlti.R. Wankhammer Klaus

Frauenreferentin: OStWm Steiner Susanne
Milizreferent: Vzlt Knaus Richard
Pressereferent: StWm Schneeweiß Thomas
Sportreferent: Vzlt Pichler Reinhold
Seniorenreferent: Vzlt i.R. Schiller Christian

Rechnungsprüfer: Vzlt Kosmitsch Richard, StWm Istvanek Johann

Der neue Vorstand der ÖUOG

Efektive Landesverteidigung

Positionspapier2

Positionspapier3

An Tagen wie diesen

Die Melodie des bekannten Liedes „An Tagen wie diesen“ intoniert von der Militärmusik Oberösterreich war die Einleitung zur Ansprache des Kommandanten der Heeresunteroffiziers- akademie, Brigadier Nikolaus Egger, und er hätte die Ausmusterung der jungen Wachtmeister nicht treffender eröffnen können. Denn wie im Liedertext beschrieben war es für die Wachtmeister ein Tag auf den sie schon seit Wochen gewartet haben und wo sie sich vor Freude die Unendlichkeit herbeiwünschten.
Am 28. Februar 2019 sind unter der Anwesenheit von zahlreichen hohen und höchsten Repräsentanten aus der Politik und dem Militär 769 Wachtmeister am Hauptplatz in Enns zur feierlichen Ausmusterung angetreten. Junge, sehr gut ausgebildete und mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattete Führungskräfte, die höchst motiviert, zielstrebig und voller Tatendrang ihre zahlreichen und abwechslungsreichen Aufgaben in ihren Heimatverbänden wahrnehmen werden. Sie werden in den kommenden Monaten und Jahren in ihren Aufgaben wachsen und zu hervorragenden Unteroffizieren heranreifen, denn auch wir sind nicht als perfekte Kommandanten und Fachunteroffiziere vom Himmel gefallen. Wir alle sind in unseren Verbänden ausgereift. Es liegt auch an uns, an den an Lebens- und Ausbildungserfahrung reichen Unteroffizieren - um nicht „Alte“ zu sagen - diese jungen Unteroffiziere in unserem Korps zu integrieren und im täglichen Dienstbetrieb zu begleiten.

Mit Stolz werden wir diese 769 Kameradinnen und Kameraden und jede(n) Einzelne(n) die ihnen noch folgen werden, im Kreis der Unteroffiziere aufnehmen. Wir sind aber auch dankbar, dass sie die Berufswahl getroffen haben und Unteroffiziere geworden sind. Wie sagte der Bundesmister als prominentester Absolvent der Heeresunteroffiziersakademie, an diesem Tag: „Unteroffizier ist wohl einer der schönsten Berufe den man sich vorstellen kann“. Wir sind stolz Unteroffiziere zu sein und wollen auch in Zukunft Unteroffiziere bleiben. Vor allem wollen wir auch als solche und als eigenständige Dienstgradgruppe bezeichnet werden.

An Tagen wie diesen, richtet sich die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft mit einer Bitte an die Militärische Führung. Wir sind uns darüber bewusst, dass jede moderne Streitkraft auf den sicherheitspolitischen Wandel reagiert, somit einem ständigen Veränderungsprozess unterliegt der auch die Anpassung der Ausbildung beinhaltet, um die Soldatinnen und Soldaten bestmöglich auf die Bewältigung der nationalen und internationalen Herausforderungen vorzubereiten. Im September 2016 startete das neue System der Kaderanwärterausbildung welches sich nach einigen Angleichungen in der Zwischenzeit gut entwickelt hat.

Mit Verwunderung stellen wir aber fest, dass trotzdem laufend nicht nur über Veränderungen der Unteroffiziersausbildung, sondern auch über die Bedeutung und den Stellenwert des Unteroffizierskorps diskutiert wird, ohne die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft als Interessensgemeinschaft der größten Berufsgruppe des Bundesheeres, in die Planungs- und Entscheidungsfindungsprozesse einzubinden. Es geht um unseren Beruf und um unseren Korpsgeist. Daher wollen wir auch mitwirken und mitgestalten, denn wer wenn nicht wir Unteroffiziere selbst, wissen was für unsere Berufsausbildung und für unseren Korpsgeist das Beste ist.

Es ist aber auch ein Tag, an welchem wir einen Appell an die Politik richten. Vorweg wollen wir uns aber dafür bedanken, dass bei nahezu allen militärischen Festakten auf die Notwendigkeit des Bundesheeres hingewiesen wird, obwohl dies öfters mit der Katastrophenhilfe als mit der Militärischen Landesverteidigung in Verbindung gebracht wird. Auch an Tagen wie diesen, wurde einerseits die Bedeutung des Unteroffiziers hervorgehoben und andererseits wurde den angetretenen Führungskräften versprochen, die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben brauchen.

Jeder einzelne ausgemusterte Wachtmeister hat sich auch aufgrund der Personalwerbung wo wir uns als ein Heer voller Möglichkeiten und als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, für diesen Beruf entschieden. Daher ist die Erwartungshaltung der Kaderanwärter nicht nur berechtigt sondern auch entsprechend hoch, eine moderne Ausrüstung, Bekleidung, zeitgemäße Unterbringung und qualifizierte Ausbildung zu erhalten. Gerade Letzteres garantieren die Akademien, Schulen und natürlich auch die Truppe. Alles andere kostet aber auch sehr viel Geld, dass wir bis heute noch nicht ausreichend zur Verfügung gestellt bekommen haben. So lange wir nicht in der Lage sind, jeden einzelnen Soldaten des Präsenz- und Milizstandes die persönliche Grundausstattung zur Verfügung zu stellen, haben wir weder das Ziel erreicht noch das Werbeversprechen eingehalten.

Daher appelliert die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft an alle Abgeordneten des Parlaments, lassen Sie ihren Worten bei den Festakten auch Taten folgen und stellen sie dem Bundesheer jenes Regelbudget zur Verfügung, dass es für die Erfüllung der Kernaufgabe der Militärischen Landesverteidigung aber auch für die Sekundäraufgabe dem Katastrophenschutz braucht. Denn wer wenn nicht Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete haben den größten Einfluss wenn es darum geht, die Budgetmittel bedarfsorientiert zu verteilen.

Die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft
Für den Präsidenten in Vertretung
Der Vizepräsident
Othmar WOHLKÖNIG, Vzlt

"Foto: Bundesheer/Harald Minich

"Foto: Bundesheer/Harald Minich

769 neue Unteroffiziere verstärken das Bundesheer.

Über 700 neue Wachtmeister für das Bundesheer

Mit einem militärischen Festakt in Enns wurden am Donnerstag im Beisein von Verteidigungsminister Mario Kunasek insgesamt 769 Soldatinnen und Soldaten nach erfolgreichem Abschluss der Heeresunteroffiziersakademie mit ihrem neuen Dienstgrad "Wachtmeister" ausgemustert.

Gratulationen des Ministers

"Ich gratuliere den Soldatinnen und Soldaten herzlich und freue mich über so viel Nachwuchs für unser Österreichisches Bundesheer. Gut ausgebildete Unteroffiziere sind das Rückgrat des Bundesheeres. Ich wünsche allen viel Soldatenglück und alles Gute für ihre kommenden Aufgaben als Führungskraft in unserem Österreichischen Bundesheer.“ Mit diesen Worten richtete sich Minister Kunasek an die Absolventen.

Kärntner wurde Lehrgangsbester

Dem Lehrgangsbesten, dem Kärntner Wachtmeister Fabian Dorfer vom Jägerbataillon 25, wurde für seine Leistung vom Verteidigungsminister der goldene Ring der Heeresunteroffiziersakademie überreicht.
Fabian Dorfer absolvierte bereits mehrere Auslands- und Katastropheneinsätze und kommt aus Bad Kleinkirchheim.

"Foto: Bundesheer/Harald Minich

"Foto: Bundesheer/Harald Minich

Verteidigungsminister Kunasek überreichte dem Jahrgangsbesten den goldenen Ring der Heeresunteroffiziersakademie.

Entstehung des Jahrgangsnamens

Der Jahrgang "Paul Decombe" ist in Erinnerung an Oberwachtmeister Paul Decombe benannt, welcher bei einem türkischen Luftangriff im August 1974 im Rahmen eines UNO-Einsatzes auf Zypern mit zwei Kameraden sein Leben lassen musste.

Ausmusterung an der Heeresunteroffiziersakademie

Einladung

Positionspapier

Kritik an Budget für Landesverteidigung

Die Plattform "Wehrhaftes Österreich" sorgt sich um Zukunft des Bundesheeres und stellt drei Forderungen an das Parlament.

Zentraler Punkt der Pressekonferenz: die Diskrepanz zwischen Regierungsprogramm (Wollen/Sollen) und Budget (Tun) - mit Ludwig Bieringer, Günther Greindl, Erich Cibulka, Paul Kellermayr und Siegfried Albel.

Ein Bundesheer, das „konsequent auf die Abwehr konventioneller und nicht-konventioneller Angriffe auszurichten ist“, will die Bundesregierung laut ihrem Programm.
Das Verteidigungsbudget deckt sich für viele Beobachter mit diesem Vorsatz nicht.

Auch die Plattform „Wehrhaftes Österreich“, ein Zusammenschluss mehrerer wehrpolitischer Vereine, kritisiert die derzeitige finanzielle Lage scharf: Sollte das Heeresbudget in den nächsten Jahren tatsächlich um mehr als 300 Millionen Euro sinken, „sind wir erledigt“, sagt der Sprecher der Plattform, Brigadier Erich Cibulka.

In diesem Fall würde das Budget unter 0,5 Prozent des BIP liegen – im Wahlkampf hatte die FPÖ noch ein Prozent gefordert. „Versprochen und erwartet wurden vier Milliarden Euro pro Jahr, jetzt sind es 2,2.
Benötigt werden aber mindestens drei Milliarden, um den Schaden, der mit dem Sparkurs der letzten Jahrzehnte angerichtet wurde, wieder zu beheben“, sagt Cibulka, der auch Präsident der Offiziersgesellschaft ist, und fährt fort: „Es ist völlig unverständlich, dass die Regierung den Wunsch der Bevölkerung und der Parlamentarier missachtet.“

In der Miliz sei die Lage ebenfalls dürftig – von den zehn Jägerbataillonen seien „maximal drei einsetzbar, was die materielle Ausrüstung betrifft“. Eine wesentliche Aufgabe der Miliz ist der „Schutz kritischer Infrastruktur“ wie Kraftwerke oder Pipelines.

Hinzu kommt laut Cibulka, dass sich das Heer in einer „Mobilitätskrise“ befände – es herrscht akuter Mangel an geländegängigen und geschützten Fahrzeugen, die das Bundesheer auch im Katastrophenfall dringend benötigen würde.

Spielraum für Minister

Drei Punkte fordert „Wehrhaftes Österreich“ vom Parlament, unter anderem Sonderinvestitionen für dringende Beschaffungen von Gerät.
„Die Zweckbindung von Teilen des Budgets sollte aufgehoben und das Budget dem Verteidigungsminister bindungsfrei gegeben werden. Damit hätte er mehr Spielraum. Es ist zu oft passiert, dass gewisse Budgetteile später wieder gestrichen wurden“, sagt Cibulka.

Außerdem solle der Finanzrahmen für die Jahre 2021 und 2022 erhöht werden: „Derzeit ist er zu niedrig – der militärische Planer muss sich nach den Vorgaben richten und müsste in der derzeitigen Situation auf geplante Beschaffungen verzichten“.

679 neue Unteroffiziere

"Foto: Bundesheer/Gerhard SIMADER"

"Foto: Bundesheer/Gerhard SIMADER"

679 neue Unteroffiziere wurden im Bundesheer willkommen geheißen.

Enns, 28. Februar 2018 - Im Beisein von Verteidigungsminister Mario Kunasek wurden am Mittwoch 679 neue Unteroffiziere im Bundesheer willkommen geheißen. 527 Berufssoldaten und 152 Kameraden der Miliz haben ihre Ausbildung an der Heeresunteroffiziersakademie abgeschlossen und tragen jetzt den Dienstgrad Wachtmeister. Nun kehren sie zu ihren Verbänden zurück und werden diese mit ihrer Arbeit wesentlich unterstützen.

Der Festakt zur Ausmusterung fand in der Ennser Stadthalle statt. Dabei erfolgten auch die Ehrungen der Lehrgangssprecher und des Lehrgangsbesten Wachtmeister Kevin Gugler. Wachtmeister Gugler wird Dienst bei der Kaderpräsenzeinheit des Jägerbataillons 12 in Amstetten versehen.

"Foto: Bundesheer/Daniel TRIPPOLT"

"Foto: Bundesheer/Daniel TRIPPOLT"

Wachtmeister Gugler bei seiner Rede.

Minister Kunasek gratulierte den Absolventen: "Ich bin stolz, so viele junge Unteroffiziere willkommen zu heißen. Sie sind das Rückgrat des Bundesheeres. Ich bin überzeugt, dass Sie das erlernte Handwerk aufgrund Ihrer Ausbildung an der Heeresunteroffiziersakademie auch unter extremsten Umständen und Bedingungen richtig anwenden werden."

"Foto: Bundesheer/Gerhard SIMADER"

"Foto: Bundesheer/Gerhard SIMADER"

Verteidigungsminister Kunasek gratuliert dem Lehrgangsbesten, Wachtmeister Gugler.

Beim Dienstgrad Wachtmeister handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die neu ausgemusterten Soldatinnen und Soldaten sind befähigt, als Gruppenkommandanten Einsätze im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

Die Ausbildung zum Unteroffizier erfolgt an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns sowie an unterschiedlichen Waffenschulen. Neben militärischen und sportlichen Inhalten werden die Kadersoldaten auch in den Bereichen Wehrpolitik, politische Bildung, Rechtslehre und vor allem in der Persönlichkeitsbildung geschult.

Die Heeresunteroffiziersakademie besteht seit 1958 und befindet sich in der Towarek-Kaserne in Enns. Sie ist das Kompetenzzentrum für nationale und internationale Unteroffiziersausbildung beim Bundesheer.

Die Heeresunteroffiziersakademie ist das Kompetenzzentrum für die nationale und internationale Unteroffiziersausbildung im Bundesheer. Die Akademie entwickelt die Lehrgangsteilnehmer durch Ausbildung, Beratung und Begleitung zu erfolgreichen Führungskräften.


Bericht/Fotos: Bundesheer

Tagwache mit Kratky (6) Gebirgsjäger

"Foto: Bundesheer/Renata Foltysov"

"Foto: Bundesheer/Renata Foltysov"

Die Siegerehrung der Armeemeisterschaften "Winter Survival 2018".

"Winter Survival" 2018

Österreichische Soldaten gewinnen internationalen Wettkampf

Hrubý Jeseník, Tschechische Republik, 05. Februar 2018 - Organisiert von der Verteidigungsuniversität in Brünn ("Univerzita obrany Brno") fand vom 28. Jänner bis 1. Februar der internationale Vergleichswettkampf für Soldaten "Winter Survival" in Hrubý Jeseník (Altvatergebirge) in der Tschechischen Republik statt.

Am diesjährigen Wettkampf in den Bergen von Jeseník beteiligten sich insgesamt 22 Teams. Darunter 15 Teams der tschechischen Armee, ein Team der tschechischen Polizei und sechs ausländische Teams aus Belgien, Deutschland, Polen, Slowakei, Ukraine und aus Österreich. Die Teams bestehen aus insgesamt drei Soldaten, welche an vier Wettkampftagen verschiedene militärische Aufgaben zu bewältigen haben.

Die österreichische Mannschaft wurde dieses Mal vom Jägerbataillon 26 aus Spittal a.d. Drau gestellt. Oberleutnant Peter Lamprecht, Wachtmeister Daniel Buchacher und Wachtmeister David Suntinger vertraten die österreichischen Streitkräfte und konnten mit beachtlichem Abstand den Sieg bei diesem prestigeträchtigen Vergleichswettkampf erringen.
Über den Wettkampf: Trotz der hervorragenden Organisation des Wettkampfes waren die Rahmenbedingungen während des Bewerbs aufgrund der Witterungseinflüsse der vorhergehenden Tage mehr als schwierig. In den höher gelegenen Regionen des Altvatergebirges herrschten winterliche Verhältnisse und in den tieferen Lagen fand man beinahe "sommerliche" Bedingungen vor.
Die Folgerung war, dass man teilweise mit der winterlichen Ausrüstung den Wettkampf in den tiefen Lagen bestreiten musste. So musste die Gesamtmarschleistung von 100 Kilometern in Skitourenschuhen und mit noch mehr Gepäck absolviert werden. Weitere Herausforderungen waren die Übernachtung im freien Gelände (ohne Zelt) und ein sehr anspruchsvoller Teambewerb.
Die Stationen im Detail:
Marsch auf Skiern (Aufstieg-Abfahrt),
Orientieren,
Überwinden von Hindernissen (Gebirgsbach, Erreichen eines Baumwipfels mittels Seilzug, Seilgeländer, Abseilen und Seilrutsche),
Notbiwak zweimal mit einmaliger nächtlicher Evakuierung,
Winterbiathlon,
Feuerkampf im Bunkersystem,
Schießen mit dem StG-CZ 805 BREN und der Pi-CZ 75,
Erweiterte Erste Hilfe nach Feuerkampf,
Verwundetenbergung mit UT 2000,
Parallelslalom,
Mannschaftsorientierungslauf.

Die Mannschaft aus Österreich konnte sich gegen die starke Konkurrenz aus Tschechien durchsetzen und den Sieg mit 1.254 Punkten vor der Mannschaft der 7.mechanisierten Brigade der tschechischen Armee mit 1.053 Punkten und der Mannschaft der Agentur für Logistik der tschechischen Armee mit 957 Punkten erkämpfen.


Ein Bericht der Redaktion 6. Jägerbrigade

Die türkische Offensive in Syrien

Antrittsbesuch beim Landesverteidigungsminister

Am 20. Februar 2018, wurde der Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft, Vizeleutnant Paul Kellermayr, vom Landesverteidigungsminister Mario Kunasek empfangen. Es erfolgte ein Gespräch auf Augenhöhe. Schließlich war der Minister ein aktiver Unteroffizier. Wir haben vieles angesprochen und diskutiert, das Ergebnis gibt mir Hoffnung für die Zukunft, so der Präsident der ÖUOG.

Einladung zum Vernetzungstreffen

Am Samstag, dem 11. November 2017, findet zum vierten Mal das diesjährige Vernetzungstreffen der wehrpolitischen Verbände Österreichs statt.
Dieses Vernetzungstreffen ist nach Innen gerichtet und soll Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen der Funktionäre und aktiven Mitglieder bieten.
Der Rainerbund Salzburg hat dankenswerterweise die Organisation übernommen.

Programm:
-
bis 10.00: Eintreffen bei der Talstation Festungsbahn
- 10.00 bis 10.30: Begrüßungsdrink im Panoramarestaurant
- 10.30 bis 13.00: Führung durch das Rainer-Regimentsmuseum
- ab 13.30:
gemeinsames Mittagessen im Panoramarestaurant, Begrüßung der Vertreter der Verbände, kameradschaftliches Zusammensein.


Der Verband der wehrpolitischen Verbände Österreichs umfasst:
die Österreichische Offiziersgesellschaft (ÖOG), die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG), den Österreichischen Kameradschaftsbund (ÖKB), die Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO), die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP), die Sachsendragoner, den Club Maria Theresia, den Militärmusikverband Österreichs, den Rainerbund, die Niederösterreichische Militärhistorische Gesellschaft, die Interessensgemeinschaft Umfassende Landesverteidigung (IGULV) sowie die Kameradschaft Feldmarschall Radetzky OÖ.

54. Generalversammlung der ÖUOG

Unsere Kärntner Kameraden sind in der Zeit von 10. bis 13. Oktober 2017 die Gastgeber der 54. Generalversammlung der österreichischen Unteroffiziersgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Generalversammlung neben der Berichterstattung über des Abgelaufenen Vereinsjahr, die Vorstellung der Plattform "Wehrhaftes Österreich", die CISOR Europameisterschaften, das neue Dienstrecht, die Beförderungsrichtlinien und die Miliz im Bundesheer.



Nach dem Empfang bei der Bürgermeisterin der Stadt Lienz, Frau Landtagsabgeordnete Dipl.-Ing. Elisabeth Blatnik und Vizebürgermeister Siegfried Schatz, wurde von den Tagungsteilnehmern, die Ausstellung im Schloss Bruck, auch als Museum der Stadt Lienz bekannt, besucht. Die Thematik der Ausstellung stand im Zeichen von Albin Egger, "Ich male keine Bauern sondern Formen" und "Lienz und der erste Weltkrieg 1914 bis 1918".
Diese Ausstellung erklärte die neue Frontlinie und an das Leben im Hinterland. Bedrückende, auch seltsam befremdlich wirkende Bilder erzählen vom Leben der Zivilbevölkerung, aber auch vom Kriegsalltag der Männer an der Gebirgsfront.

Vizebürgermeister Siegfried Schatz, Bürgermeisterin LA Dipl.-Ing.Elisabeth Blatnik, Museumsleiterin Silvia Ebner und der Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft Vizeleutnant Paul Kellermayr

Nach diesem Ausflug ging die Generalversammlung weiter und stand ganz im Zeichen eines Diskussionsprozesses über die „Zukunft der Unteroffiziere“. Dabei wurde in Arbeitsgruppen dieses Thema weiter thematisiert.

Im weiteren Verlauf legten der Bundesvorstand und die Bundesländer Rechenschaft über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr vor. Es zeigt sich immer wieder, dass in allen Bereichen, Unteroffiziere mit Hand und Herz für ihre Gemeinschaft freiwillig ihren Beitrag zu leisten. Die größte Personengruppe innerhalb des österreichischen Bundesheeres ist zu einer konstruktiven und aktiven Mitarbeit an den notwendigen Reformen bereit und fordert einen offenen, sachlichen Diskurs über eine zielorientierte Neuorganisation.

Wehrpolitik

Nationalratswahl 2017: Fragen an die Spitzenkandidaten

Am 15. Oktober 2017 wird der österreichische Nationalrat gewählt. Ein essentieller Bereich für jeden unabhängigen Staat ist die Sicherheits-, Wehr- und Verteidigungspolitik. Und gerade hier hat sich seit der letzten Nationalratswahl vieles verändert. Damit auch die Plattform allen Interessenten eines wehrhaften Österreichs eine Entscheidungsgrundlage für ihre Wahl bieten kann, wurden die Spitzenkandidaten der größten Parlamentsfraktionen ersucht, zu drei ausgewählten Themen ihre Stellungnahme abzugeben. Diese Fragen wurden gleichlautend an Mag. Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Mag. Ulrike Lunacek (die Grünen) und Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS) versandt. Durch ihre Antworten soll sowohl eine Übersicht, als auch eine Vergleichsmöglichkeit der Ansichten jener Spitzenkandidaten zu wehrpolitisch relevanten Themen ermöglicht werden.
Fragen an die Spitzenkandidaten

Frage 1: Ungerechtfertigte, aus der Tagespolitik heraus motivierte Kampagnen gegen das Image des Bundesheers führen oft zu weitverbreitetem Unverständnis für die verfassungsmäßigen Aufgaben der bewaffneten Macht der Republik Österreich.
Wie werden Sie Ihren politischen Beitrag dazu leisten, dass die österreichische Bevölkerung die sicherheitspolitischen und staatspolitischen Notwendigkeiten zum Schutz und Erhalt eines souveränen Staates in allen Krisen verstehen und mittragen kann?

Frage 2: Gemäß Verfassung sind, über die militärische Landesverteidigung hinaus, auch der Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit sowie der Schutz der demokratischen Freiheiten der Einwohner und das Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren Aufgaben des Bundesheers.
Wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Bundesheer seine primären und sekundären Aufgaben sowohl personell als auch materiell, dem internationalen Standard entsprechend, erfüllen kann?

Frage 3: Das österreichische Wehrbudget ist – mit leichten Schwankungen – von 1,4 % des BIP im Jahre 1982 bis zum Jahre 2017 auf 0,6% gesunken. Die dadurch entstandenen Defizite brauchen dringend eine Anschubfinanzierung und ein kontinuierliches Budget von zumindest 1% des BIP (Bundesheerreformkommission 2010).
Wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Sicherheit Österreichs, soweit sie vom Bundesheer zu tragen ist, ausreichend finanziert wird?

Mag. Christian Kern (SPÖ)

Antwort 1: Es ist unbestritten, dass sich die sicherheitspolitische Lage in Österreich und Europa in den letzten Jahren grundlegend gewandelt hat. Ich denke hier nur an die Migrationskrise, Cyberbedrohungen oder die Gefahren durch den Terrorismus. Ich vertrete eine Politik, die den Menschen die Bedeutung der Sicherheitspolitik bewusst macht und ehrlich damit umgeht. Es ist allerdings auch notwendig, wenn Problemlagen benannt worden sind, entsprechende Lösungen anzubieten. Dazu ist es auch notwendig, den Menschen zuzuhören, ihre Ängste und Anliegen auf- und ernst zu nehmen. Jedenfalls muss es das Ziel einer verantwortungsvollen Politik sein, Ängste nicht
zu schüren. Um zu tragfähigen und nachhaltigen Lösungen zu kommen, bedarf es die Mitwirkung von Experten und selbstverständlich die Bereitstellung von Ressourcen zur Aufgabenerfüllung.

Antwort 2: Das österreichische Bundesheer hat viele Fähigkeiten und Kompetenzen, die nicht nur erhalten, sondern auch immer wieder dem neuesten Stand angepasst werden müssen, um die sicherheitspolitischen Herausforderungen bewältigen zu können. Das österreichische Bundesheer hat derzeit ungefähr 1.100 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz und etwa 1.000 im Assistenzeinsatz an der Grenze. Verteidigungsminister Doskozil hat in den letzten beiden Jahren umfangreiche Reformen durchgeführt: eine neue Struktur, die mehr Effizienz im Einsatz bringt, eine Personaloffensive, Investitionen in Ausrüstung (und damit in die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten) und Infrastruktur und vieles mehr. Aus meiner Sicht gilt es dabei, diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Nicht als Selbstzweck, sondern weil es um die Sicherheit der Menschen in Österreich geht.

Antwort 3: Ich bin der festen Überzeugung, dass uns Sicherheit etwas wert sein muss. Mir ist auch bewusst, dass Sicherheit etwas kostet. Wichtig ist es, klar festzulegen, wo die Aufgaben des Bundesheeres liegen, welchen
Herausforderungen wir uns derzeit und künftig stellen müssen. Dann wird man diese Analyse als Grundlage verwenden müssen, um die dafür notwendigen finanziellen Mittel zu bekommen. Dieses Prinzip wurde zum Teil auch schon beim derzeitigen Bundesheer-Budget angewandt. Diesen Weg sollten wir konsequent weitergehen und dann bin ich auch überzeugt davon, dass die Österreicherinnen und Österreicher uns dabei unterstützen werden.

Sebastian Kurz (ÖVP)

Antwort 1: Als Garant für die Sicherheit der Bevölkerung ist uns das Österreichische Bundesheer für die Bewältigung aller aktuellen und zukünftigen Herausforderungen von außen oder aus der Luft wichtig. Wir brauchen dazu sowohl eine starke regionale als auch überregionale Komponente bestehend aus Allgemeiner Wehrpflicht, Präsenz- und Milizeinheiten und eine leistungsfähige Luftraumüberwachung. Wenn das ÖBH auch in Zukunft seine Leistungen erbringt, ist auch die Bevölkerung so wie bisher von der Sinnhaftigkeit des Österreichischen Bundesheeres überzeugt. Auf den verschiedenen politischen Ebenen werden wir uns jedenfalls für ein positives Image des Bundesheeres einsetzen!

Antwort 2: Die Fähigkeiten des Österreichischen Bundesheeres sind weiter zu entwickeln und zu stärken. Das ist für einen neutralen Staat in diesen unruhigen Zeiten von besonderer Bedeutung. Im Sicherheitsbereich verfügen wir über geeignete rechtliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit des Bundesheeres mit anderen Blaulichtorganisationen. Für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wollen wir das System der Zusammenarbeit auf höchster staatlicher Ebene weiterentwickeln. Darüber hinaus ist die Kooperation sowohl zum Schutz der europäischen Außengrenzen als auch im Rahmen des internationalen Krisenmanagements im Verbund mit unseren Partnern zu fördern. Wesentlich ist jedenfalls, dass die personelle und materielle Ausstattung des Österreichischen Bundesheeres sichergestellt ist.

Antwort 3: Wir stehen zu einer angemessenen Ausstattung des ÖBH mit Finanzmitteln, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen voll umfänglich bewältigen zu können! Wesentlich ist, ein vertretbares Verhältnis zwischen Aufgabenerfüllung und Risiko sicherzustellen. In diesem Sinne ist die Landesverteidigung für die höchstmögliche Risikoabdeckung budgetär auszustatten! Das bedeutet für uns, dass Personal, Material und Betrieb zur umfassenden Aufgabenerfüllung auf Basis des gesetzlichen Rahmens finanziell ausreichend zu dotieren ist.

Heinz-Christian Strache (FPÖ)

Antwort 1: Die FPÖ bekennt sich uneingeschränkt zur umfassenden Landesverteidigung und zum Österreichischen Bundesheer als Träger der militärischen Landesverteidigung.
Die Sicherheit unserer Heimat in allen möglichen Bedrohungslagen erzwingt einen gesamtstaatlichen Ansatz. Dieser war bereits im Rahmen der Umfassenden Landesverteidigung (ULV) vorhanden. Der Geist und die Grundsätze der ULV sind im Rahmen der umfassenden Sicherheitsvorsorge (USV) wieder zu beleben und fortzuschreiben. Dazu gehört auch wieder eine verpflichtende Unterrichtseinheit an den Schulen zur Bewusstseinsbildung. Alle sicherheits-/verteidigungspolitischen Grundsatzdokumente der Republik sind den heutigen Herausforderungen anzupassen. Das Österreichische Bundesheer braucht für die weitere Entwicklung klar erkennbare und realisierbare Ziele.

Antwort 2: Als erstes ist die nachhaltige Erhöhung des LV-Budgets auf mindestens 1 % des BIP notwendig. Ein weiter Punkt ist, endlich eine Konsolidierungsphase einzuleiten, statt Dauerreformen zu Lasten der Bediensteten und der Einsatztauglichkeit. Die Kernfähigkeiten der Streitkräfte, die schweren Waffen und die Waffengattungen wurden auf ein Niveau heruntergefahren, welches durch langfristige Maßnahmen und Beschaffungen wieder gehoben werden muss. Dazu gehört auch die Verstärkung der Übungstätigkeiten inklusive verpflichtender Milizübungen. Weiters stehen wir für die personelle und materielle Stärkung der Truppe, für die Modernisierung der Ausbildung und für durchsetzungsstarke gut ausgerüstete Milizkräfte. Die Verbesserung von Berufsbilde und Besoldung von Soldaten und Grundwehrdienern runden diesen Bereich ab.
Antwort 3: Wir fordern die jährliche nachhaltige Erhöhung des LV-Budgets auf mindestens ein Prozent des BIP. Nur wenn dies über mehrere Jahre erzielt wird, wird das Bundesheer seine Aufgaben erfüllen können. Zusätzlich dazu bedarf es zur Beschaffung der notwendigen Ausrüstung, speziell auch des Fuhrparks und der Bautätigkeit einer Anschubfinanzierung. Weiters fordern wir eine „echte“ Budgethoheit, welche bedeutet, dass sämtliche im Bundesvoranschlag vorgesehene Budgetmittel uneingeschränkt verwendet und angesparte Rücklagen in den Folgejahren ohne aufwendige Prüfung durch das BMF entnommen werden können. Sicherzustellen wäre auch die Personalhoheit des Ressorts. Das bedeutet, dass auf Basis des Personalplanes die Personalstruktur und der Organisationsplan selbstständig ohne Mitwirkung des Bundeskanzleramtes gestaltet werden kann.

Mag. Ulrike Lunacek (Die Grünen)

Antwort 1: Durch den Austausch mit Bürger/inne/n, Medienarbeit, diverse parlamentarische Initiativen u.ä. versuchen wir Grüne bereits seit Langem unsere Vorstellungen eines modernen Bundesheeres zu vermitteln, so etwa im Vorfeld der Volksbefragung zur Wehrpflicht 2013. Diese Arbeit werden wir selbstverständlich in der kommenden GP fortsetzen und intensivieren.
Antwort 2: Wir Grüne anerkennen die Verdienste des österreichischen Bundesheeres beim Katastrophenschutz und der humanitären Hilfe. Allerdings ist das es noch immer für den Kalten Krieges aufgebaut und strukturiert. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich die Aufgaben und Szenarien des Bundesheeres im 21. Jhd. grundlegend geändert haben. Daher muss das Bundesheer reformiert werden, um auch für die Einsätze der Zukunft gerüstet zu sein:
Neue Sicherheitsdoktrin, Neuordnung der Verhältnisse der EU zu den USA. Dazu bedarf es der Rationalisierung der europäischen Verteidigungspolitik; nationale Armeen spezialisieren sich, unter Beibehaltung der Neutralität (Bündnis- und Kriegsbeteiligungsverbot). 6000 spezialisierte Berufssoldat/inn/en sollen sich an polizeiartigen UN-Einsätzen zur Friedenssicherung und Katastrophenhilfe beteiligen. Abschaffung der Wehrpflicht – wehrpflichtige sind für internationale Einsätze nicht verwendbar. Umrüstung des Katastrophenschutzes nach Vorbild des Technischen Hilfswerks der BRD. Die künftigen ZeitsoldatInnen brauchen vor allem eines: eine berufliche Lebensperspektive.
Antwort 3: Durch diese Reformpläne (Anm. der Red.: wäre eine starke Reduktion der Ausgaben möglich. Das erlaubt einerseits die Kosten für das Bundesheer wesentlich zu senken. Anderseits ist es dank der freiwerdenden Geldmittel möglich, die weiterhin bestehenden bzw. neu zu schaffenden militärischen Einheiten mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, um eine moderne, sich an den Bedürfnissen der Soldat/inn/en und ihren Aufgaben orientierende Ausrüstung und Infrastruktur, sowie eine leistungsgerechte Entlohnung unserer Soldat/inn/en zu gewährleisten.

Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS)

Antwort 1: Kritik am Bundesheer muss in jedem Staat möglich sein und auch angenommen werden. Allerdings ist ein fehlender Bezug der Bevölkerung und auch von Politikern zur Verteidigungsarchitektur eines Landes sehr wohl ein Problem. Wir NEOS sehen das Bundesheer als Garant für den Schutz und Erhalt des österreichischen Staates mit klar umrissenen Aufgaben an. Wichtig ist dabei, dass Polizeiaufgaben nicht mit den Kompetenzen des Bundesheers vermischt werden. Zusätzlich wird sich auch die Rolle des Bundesheeres im europäischen Kontext verändern, was eine Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung umso notwendiger macht. Diese – früher „geistige Landesverteidigung“ genannte – Aufgabe müssen wir in einer neuen Form der politischen Bildung – unter Einbeziehung neuer Medien – auf eine neue Basis stellen.
Antwort 2: NEOS setzen sich seit dem Beginn der Parlamentsperiode für ein Bundesheer ein, das seine primären und sekundären Aufgaben sowohl personell als auch materiell, dem internationalen Standard entsprechend, erfüllen kann. Das Personal stellt die wichtigste Ressource des Bundesheeres dar. Es ist notwendig, Kadersoldat_innen ein attraktives Berufsangebot zu machen, das eine angemessene Bezahlung, attraktive Aus- und Weiterbildungsangebote und zeitlich sinnvoll befristete Verträge beinhaltet. Bei den knappen finanziellen Mitteln ist es sinnvoll, den Schwerpunkt auf die Ausbildung zu legen. Allerdings müssen wir diese besser ins europäische Umfeld einbetten – mit dem Ziel EU-weit gleicher Standards, um europäische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zu vereinfachen. Auch vermehrte Teilnahme an internationalen Übungen und Ausbildungsgängen erscheint uns dabei sinnvoll.
Antwort 3: Österreich ist EU-weit bei den Rüstungsausgaben mit 0,6% des BIP auf dem viertletzten Platz. Um unser Bundesheer zu einem noch einsatzfähigeren und modernen Heer zu machen, wird es erforderlich sein, mehr Mittel aufzuwenden. Dazu gehört auch, dass wir jene Mittel, die bisher ins Bundesheer investiert wurden, effektiver nutzen müssen. Momentan ist die Verteidigungspolitik innerhalb der Europäischen Union sehr ineffizient und ineffektiv organisiert. Wir kaufen alles 27 (bzw. vor Brexit 28) Mal. Ein kleines Heer wie das Österreichische müsste nicht für jede Eventualität in einer Gefechtssituation zu 100 Prozent ausgerüstet sein, wenn die europäische Arbeitsteilung verbessert wird und funktioniert. So werden Mittel frei, die wir dafür einsetzen können, uns auf unsere militärischen Stärken zu konzentrieren.

Tagwache mit Kratky - Folge 1

Infografik: Die als Krisenreaktionskräfte spezialisierten Brigaden.

Die bisherigen Jägerbrigaden und mechanisierten Brigaden erhalten eine eindeutige Spezialisierung. Dies entspricht einer klaren Ausrichtung auf die einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben des Bundesheeres.
Die rasche Verfügbarkeit der Krisenreaktionskräfte wird vor allem durch Kader und Kaderpräsenzeinheiten sichergestellt.

Das Kommando Schnelle Einsätze (KSE) wird von der bisherigen 3. Panzergrenadierbrigade aufgestellt. Rasch verfügbar für Einsätze im In- und Ausland und Spezialisierung auf den Einsatz im urbanen Gelände, Hauptaufgabe ist die Unterstützung der Abwehr terroristischer Bedrohungen und die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung nach einer Terrorsituationen, in der mit den Sicherheitskräften nicht das Auslangen gefunden wird, Stärkung der Militärpolizei.

Die 4. Panzergrenadierbrigade bildet die "Schwere Brigade". Zusammenfassung aller mechanisierten Kräfte des Bundesheeres, Vorgesehen für robuste Einsätze im In- und Ausland, Fähigkeitserhalt der konventionellen militärischen Landesverteidigung.

Die 7. Jägerbrigade bildet die "Leichte Brigade". Vorgesehen für Einsätze zur Stabilisierung im Ausland, Unterstützung des Kommandos Schnelle Einsätze im Inland, luftlandefähig.

Das Kommando Gebirgskampf entsteht aus der ehemaligen 6. Jägerbrigade. Spezialisierung für Einsatz im Mittel- und Hochgebirge, übernimmt Aufgaben im Rahmen eines europäischen Zentrums für Gebirgskampf, Koordinierung der Ausbildung der gebirgsbeweglichen Truppen des Bundesheeres.

Miliz: Regionalbezug und stärkere Verschränkung mit Präsenzorganisation, Militärkommanden sind Träger der Milizausbildung, Verbesserung der materiellen Ausstattung und Ausrüstung.

Minister Doskozil unterstützt Bürgerinitiative

Wien (OTS) - Am 20. April wird das Ergebnis der Bürgerinitiative „Stopp der Bundesheer-Zerstörung! Für ein sicheres Österreich!“ an den Landesverteidigungs-Ausschuss des Nationalrates übergeben.
Bundesminister Hans Peter Doskozil begrüßt die Initiative und meint dazu: „Ich sehe die Bürgerinitiative als Unterstützung meiner Bemühungen für eine adäquate finanzielle Ausstattung des Österreichischen Bundesheeres. Wir verfolgen da die gleichen Ziele.“


http://www.bundesheer.at/download_archiv/photos/bundesminister/images/doskozil_3.jpg

 

Herz, Hand und Seele der Armee -

Steirische Unteroffiziere feierten 50 Jahre ihrer Interessensgemeinschaft.


Rund 4000 Menschen strömten bei strahlendem Wetter in die Belgierkaserne, um mit den Unteroffizieren des Österreichischen Bundesheeres in der Steiermark das 50-Jahr-Jubiläum der Unteroffiziersgesellschaft Steiermark zu begehen. Ein eindrucksvolles Fahnenmeer, zahlreiche Ehrengäste und Abordnungen von allen Verbänden und Dienststellen des Bundesheeres, von Einsatzorganisationen und Exekutive und von allen Vereinen in der Steiermark, denen Sicherheit ein Anliegen ist, waren gekommen. Die bewegte Geschichte der UOG-Steiermark, wie auch die aktuellen Herausforderungen zur Bewältigung in der Sicherheit Österreichs waren die zentralen Themen. „Sie alle sind unverzichtbar für die Sicherheit Österreichs!“, umriss der Präsident der Jubilierenden die Einstellung, die für sie heute wesentlich ist. So gipfelte der Tag in gemeinsamen Vorführungen aller Einsatzorganisationen der Steiermark zum „Tag der Einsatzorganisationen“.

53. Generalversammlung der ÖUOG in Enns

Bild:ÖBH/HUAk


Unsere Oberösterreichischen Kameraden sind in der Zeit von 24. bis 26. August 2016, die Gastgeber der 53. Generalversammlung der österreichischen Unteroffiziersgesellschaft. Im Mittelpunkt standen bei dieser Generalversammlung die Unteroffiziersausbildung "NEU", die Dienstgradreform und die Miliz. Da erstmalig keine Festversammlung abgehalten wurde, konnte intensiv über die Zukunft der Unteroffiziere diskutiert werden.
Der Kommandant der Heeresunteroffiziersakademie, Brigadier Nikolaus Egger, präsentierte den Teilnehmern der Generalversammlung, die neue Kaderausbildung.

Nach Impulsvorträgen vom Kommandanten der Heeresunteroffiziersakademie, Brigadier Nikolaus Egger und dem Milizbauftragten, Brigadier Mag. Stefan Thaller, wurden in Arbeitsgruppen die Vortragsthemen weiter thematisiert.

Im weiteren Verlauf legten der Bundesvorstand und die Bundesländer Rechenschaft über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr vor. Es zeigt sich immer wieder, dass in allen Bereichen, Unteroffiziere mit Hand und Herz für ihre Gemeinschaft freiwillig ihren Beitrag zu leisten.

Die größte Personengruppe innerhalb des österreichischen Bundesheeres ist zu einer konstruktiven und aktiven Mitarbeit an den notwendigen Reformen bereit und fordert einen offenen, sachlichen Diskurs über eine zielorientierte Neuorganisation.

Förderseminar Deutsch

144 neue Unteroffiziere Foto: Pusch/ÖBH

Am Kursende wehte die weiße Fahne


Von 01.August bis 12.August führte die 2. Batterie des Fliegerabwehrbataillons in ZELTWEG das Deutsch-Förderseminar für Chargen aus fast allen Befehlsbereichen durch. Unter der Leitung von Frau Dr. Andrea BRANDNER-KAPFER, Gastlehrerin vom WIFI GRAZ, den beiden Sprachtrainern Vzlt Heinz Peter SCHÜTTER und OStv Gerhard SAGL wurde den 18 Kursteilnehmern alles Notwendige der deutschen Sprache gelehrt, um einen positiven Abschluss des „K.o. –Kriteriums Deutsch“ erlangen zu können. Aufgrund der intensiven und spezifisch auf die Kursteilnehmer ausgerichteten Ausbildung durch die hochqualifizierte Lehrerin, die keine „Schubladenunterrichtseinheiten“ abgehalten hat und die Unterstützung der beiden dadurch voll motivierten Sprachtrainer gelang es auch die Kursteilnehmer voll für dieses Förderseminar zu begeistern. Das Ergebnis wurde dann nach vierzehn Tagen bei der am 12.August durch HR Walter RYS durchgeführten schriftlichen Prüfung sichtbar. Alle Teilnehmer haben bestanden, die „Weiße Fahne“ konnte symbolisch gehisst werden. Mein Dank gilt allen, die mich schon während der Vorbereitungszeit und während des Seminars unterstützt haben, allen voran Vzlt Herbert SATTLECKER, Frau Dr. BRANDNER-KAPFER und allen Kursteilnehmern für ihre motivierte Mitarbeit, denn ohne positiver Einstellung der Seminarteilnehmer, Freude am Lehren der Frau Dr. BRANDNER-KAPFER und der administrativen Hilfe von meinen Freunden Vzlt SATTLECKER und OStv SAGL hätten wir dieses Wunschziel, alle positiv abzuschließen, sicherlich nicht erreichen können. Den Kursteilnehmern möchte ich auf diesem Weg recht herzlich gratulieren und ihnen viel Erfolg für die weitere Ausbildung zum Unteroffizier wünschen.

Vzlt SCHÜTTER Heinz Peter

144 neue Unteroffiziere für das Bundesheer


Am 13. Juli 2016 erfolgte für 144 Absolventinnen und Absolventen der Heeresunteroffiziersakademie in Enns die feierliche Ausmusterung und Beförderung. Als neue Angehörige des Unteroffizierskorps verstärken sie den Kader des Bundesheeres.

Minister gratuliert
Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gratulierte den Absolventen und überreichte dem Lehrgangsersten des 13. Unteroffizierslehrganges, Wachtmeister Maximilian Partsch, ein Ehrengeschenk. Minister Doskozil: "Mit Ihnen verstärkt sich das Bundesheer um bestens ausgebildete und didaktisch geschulte Unteroffiziere. Nun können sie das anwenden, was sie gelernt und geübt haben. Ich bin stolz, so viele junge Kadersoldaten in das Unteroffizierskorps willkommen zu heißen und wünsche Ihnen das Beste für Ihre Soldatenlaufbahn."

144 neue Unteroffiziere
Von den 144 Wachtmeistern, davon drei Frauen, kommen 31 aus Niederösterreich, 24 aus Salzburg, 25 aus Kärnten, zwölf aus Oberösterreich und 16 aus der Steiermark. Wien und Tirol sind mit jeweils zehn, Vorarlberg mit elf und Burgenland mit fünf Unteroffizieren vertreten. Neun Absolventen sind Milizsoldaten. Beim Dienstgrad Wachtmeister handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die Soldaten sind befähigt, als Gruppenkommandanten Einsätze im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

Umfangreiche Ausbildung

Die Ausbildung zum Unteroffizier findet an der Heeresunteroffiziersakademie sowie an den jeweiligen Waffenschulen statt, wo die waffengattungsspezifische Ausbildung erfolgt. Neben militärischen und sportlichen Lehrzielen werden die Absolventen auch in den Bereichen EDV, Wehrpolitik, politische Bildung, Rechtslehre und in der Persönlichkeitsbildung geschult.
Nach ihrer Ausmusterung kehren die Unteroffiziere wieder in ihre Waffengattungen als Pioniere, Sanitäter, ABC-Abwehr-Soldaten, Militärpolizisten, Infanteristen oder Panzergrenadiere zurück.

Die Ausmusterung findet heuer zum letzten Mal im Sommer statt. Künftig wird sie aufgrund der Umstellung des Ausbildungssystems im Frühjahr erfolgen. Die Heeresunteroffiziersakademie besteht seit 1958 und befindet sich in der Towarek-Kaserne in Enns. Sie ist das Kompetenzzentrum für nationale und internationale Unteroffiziersausbildung beim Bundesheer.

Einladung

Neuausrichtung im Ministerrat beschlossen!


Doskozil: „Bundesheer auf neue Bedrohungslage einstellen“; Eckpunkte: Stärkung der Truppe; Straffung der Kommanden

Wien (OTS) - Das Österreichische Bundesheer wird grundlegend neu strukturiert. Der Ministerrat stimmte der vorgeschlagenen Umstrukturierung des Österreichischen Bundesheeres und der Zentralstelle zu. Es wurde beschlossen, die Strukturen des Bundesheeres und der Zentralstelle an die aktuellen Erfordernisse und zukünftigen Herausforderungen anzupassen. Dabei gelten die Stärkung der Truppe, die Erhöhung der Reaktionsfähigkeit sowie die Ermöglichung schnellerer Abläufe und besserer Koordinierungen als Zielsetzungen. Verteidigungsminister Doskozil: „Mein Ziel ist es, das Bundesheer zu modernisieren und zu stärken, um der Sicherheitssituation gerecht werden zu können. Die heute beschlossene neue Struktur des Bundesheeres erhöht die Sicherheit für die Bevölkerung. Das Bundesheer wird damit auf die neue Bedrohungslage eingestellt.“
Mit der Neustrukturierung reagiert Doskozil auf die immer stärker in den sicherheitspolitischen Fokus rückenden hybriden Bedrohungen wie Terrorismus. Doskozil ordnete bereits kurz nach Amtsantritt Planungen für eine grundlegende Reorganisation des Bundesheeres und der Zentralstelle an, um insbesondere die Truppe zu stärken. Darüber hinaus kann durch die neue Organisation besser auf Bedrohungen für Österreich reagiert werden. Doskozil präsentierte die geplante Reorganisation in der Vorwoche auch im Nationalen Sicherheitsrat. „Wir werden hinkünftig weniger Kommanden haben, wir werden unsere Reaktionsfähigkeit erhöhen, die Einsatzkräfte stärken und die Ministerialbürokratie straffen. So ist das Bundesheer für die Herausforderungen und Aufgabenstellungen der Zukunft bereit“, so der Minister.

Eckpunkte der neuen Struktur:
Die obere Führung des Österreichischen Bundesheeres wird künftig aus vier Kommanden bestehen: dem Kommando Landstreitkräfte, dem Kommando Luftstreitkräfte, dem Kommando Logistik sowie dem Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence. In diesem Zusammenhang werden die Streitkräfte in Land- und Luftstreitkräfte übergeleitet. Das Kommando Landstreitkräfte führt die Landstreitkräfte des Bundesheeres und stellt die Masse der aufwachsenden Reaktionskräfte. Dabei sollen unter anderem die Kaderpräsenzeinheiten bis 2020 auf bis zu 6.000 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt werden.
Dem Kommando Landstreitkräfte sind im Wesentlichen die neun Militärkommanden, die weiter spezialisierten Brigaden und die Heerestruppenschule unterstellt. Die 3. Panzergrenadierbrigade wird in das „Kommando Schnelle Einsätze“ übergeleitet, die 4. Panzergrenadierbrigade als „Schwere Brigade“, die 7. Jägerbrigade als „Leichte Brigade“ ausgeprägt und die 6. Jägerbrigade in das „Kommando Gebirgskampf“ übergeleitet.
Fünf neue Bataillone werden aufgestellt, um die Einsatzkräfte des Bundesheeres unterstützen.
Die Militärkommanden werden in ihrer Verantwortung gestärkt, erhalten zusätzlich zu den territorialen, militärbehördlichen und Verbindungsaufgaben im Bundesland insbesondere verstärkt Ausbildungs-und Einsatzführungsaufgaben sowie die Verantwortung für das dezentrale Facility-Management und für die selbständig strukturierte Miliz in der Ausprägung „Infanterie“.
Dem neuen Kommando Luftstreitkräfte werden das Kommando Luftraumüberwachung, das Kommando Luftunterstützung sowie die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule unterstellt.
Das Kommando Logistik ist für die Logistik des Österreichischen Bundesheeres verantwortlich.
Die Landesverteidigungsakademie in Wien, die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt und die Heeresunteroffiziersakademie in Enns werden als Militärhochschule unter gemeinsame Leitung gestellt. Die Militärhochschule ist im Wesentlichen für die Realisierung einer zeitgemäßen Offiziersausbildung nach Maßstäben des Bologna-Prozesses und für eine zeitgemäße Unteroffiziersausbildung unter Betonung des militärischen Anforderungsprofils verantwortlich.
Neben den genannten Kommanden und der Militärhochschule werden folgende Kommanden und Dienststellen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport unmittelbar unterstellt:
Heerespersonalamt, Heeresnachrichtenamt, Abwehramt, Jagdkommando, Heeressportzentrum, Heeresgeschichtliches Museum und Dienststellen der Militärseelsorge.
Der bereits beschlossene deutliche Ausbau der Miliz wird weiter fortgesetzt. Damit verbunden ist ein quantitativer Aufwuchs von vorerst zwölf zusätzlichen Kompanien bis 2018. Danach ist ein weiterer signifikanter Aufwuchs vorgesehen.
Weitere Informationen und Grafiken zu den Standorten zur neuen Struktur unter www.bundesheer.at

Komm zu uns. Wir suchen dich.

50-Jahr-Feier UOG-Steiermark

Am Samstag, dem 16. April 2016, ab 11:00 Uhr feiern unsere Kameraden aus der Steiermark, ihr 50. Jubiläum. Gemeinsam mit dem Militärkommando Steiermark wird neben dem Festakt, auch der "Tag der Einsatzorganisationen" in der Belgier Kaserne in Graz durchgeführt. Beginn der Festaktes 12:30 Uhr. Im Anschluss findet ein Monsterkonzert der Steirischen Blasusik- und Traditionskapellen statt.

Die Unteroffiziersgesellschaft Steiermark freut sich auf Ihren Besuch.

Tag der Wehrpflicht

Einladung zum III. Tag der Wehrpflicht zum Thema „Bedrohungen für Österreich“



Ort: Raiffeisen-Forum, 1020 Wien, F.-W.-Raiffeisenplatz 1
Datum: Mittwoch, 20. Jänner 2016
Beginn: 17.00 Uhr s.t.
Einlass: ab 16.30 Uhr.





Die „Plattform Wehrpflicht“ wurde im Vorfeld der Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht konstituiert und besteht aus der Österreichischen Offiziersgesellschaft (ÖOG), der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG), dem Österreichischen Kameradschafts-bund (ÖKB), der Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere (IGBO) und der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP).
Nach der Volksbefragung - die österreichische Bevölkerung hatte sich mit rund 60% für die Wehrpflicht ausgesprochen - beschlossen die wehrpolitischen Verbände, sich im Sinne der verfassungsmäßigen Aufgaben des Bundesheeres weiterhin für die Umsetzung der Wehrdienstreform und anderer Anliegen der Landesverteidigung einzusetzen.
Am III. Tag der Wehrpflicht soll das Thema „Bedrohungen für Österreich“ erörtert werden:
Die sicherheitspolitische Lage hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert:
• Internationaler/Islamistischer Terrorismus
• Migration
• Krieg in Europa: der Ost-West-Konflikt

Im Dialog zwischen den Vertretern der wehrpolitischen Verbände und den außenpolitischen Sprechern der Parteien, sollen die aktuellen Gefahren für Österreich besprochen und Konsequenzen, insbesondere Maßnahmen im Bereich der Landesverteidigung erörtert werden.



Panel 1: Experten-Key Notes: Gefahren für Österreich
- Naher Osten, Migration, Islamischer Terrorismus: Dr. Karin KNEISSL
- Balkan, der Krieg in der Ukraine: Mag. Christian WEHRSCHÜTZ
Panel 2: Schlussfolgerungen und Forderungen der Vertreter der wehrpolitischen Verbände
- ÖOG: Präsident ObstdhmfD Mag. Erich CIBULKA
- ÖUOG: Präsident Vzlt Paul KELLERMAYR
- ÖKB: Präsident Ludwig BIERINGER, BR a. D.
- IGBO: Präsident Obst i.R. Siegfried ALBEL
- VÖP: MjrdhmfD Mag. Walter TANCSITS, Abg. z. NR a. D.
Panel 3: Statements und Vorstellungen der außenpolitischen Sprecher der Parteien
- SPÖ: Abg.z.NR Mag. Christine MUTTONEN
- ÖVP: Abg.z.NR Dr. Reinhold LOPATKA
- FPÖ: Abg.z.NR Dr. Johannes HÜBNER
- Grüne: Abg.z.NR Tanja WINDBÜCHLER-SOUSCHILL
- NEOS: Abg.z.NR Mag. Christoph VAVRIK
- TS: Abg.z.NR Christoph HAGEN

Im Anschluss ist Gelegenheit zur Publikumsdiskussion gegeben. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Gespräche bei einem Buffet fortzusetzen!



Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U1/U4 Station Schwedenplatz, U2 Station Schottenring
Parkgaragen:
Garage Karmelitermarkt, 1020 Wien, oder
Garage Franz-Josefs-Kai, 1010 Wien, Morzinplatz 1 (neben Tankstelle)

Gründung des Dachverbandes

der Wehrpolitischen Verbände Österreichs!

Am 20. August 2015 wurde bei der Sitzung der Plattform für Wehrpflicht der

Dachverband der wehrpolitischen Verbände

gegründet.

Die ÖUOG wurde durch den 1. GenSekr Vzlt SCHILLER Christian vertreten

Gründungsmitglieder:
Österr. Offiziersgesellschaft
Österr. Unteroffiziersgesellschaft
IGBO (Interessensgemeinschaft der Berufsoffiziere)
VÖB (Vereinigung österr. Blauhelme – Peacekeeper)

Ziel:
Gemeinsam für die Sicherheit Österreichs
Politisch Eintreten für die allgem. WehrpflichtEintreten für die umfassende LandesverteidigungEintreten für die mil. Landesverteidigung
Wahl des Verbandssprechers:
Verbandssprecher:
Oberst dhmfD Mag. CIBULKA Erich (Präsident der ÖOG)
Stv Verbandssprecher: Vzlt KELLERMAYR Paul (Präsident ÖUOG)
Generalsekretär: Brigadier Mag. FENDER

Start der gemeinsamen Bürgerinitiative „Stop der Bundesheerzerstörung“ wurde als erste gemeinsame Aktivität beschlossen



Für ein sicheres Österreich

Der 1. GenSekr.
Vzlt SCHILLER Christian

Gedanken eines Unteroffiziers

über Österreichs Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Österreichs Sicherheitspolitik ist logischerweise eine andere geworden, als sie es in Zeiten des Kalten Krieges war. In dieser Zeit wurde noch in den Aufbau der Streitkräfte investiert, wenn auch nicht viel, aber doch. Die reale Bedrohung war da, man wollte nicht daran denken, sie aber auch nicht ganz außer Acht lassen.
Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes wurde Österreichs Armee ständig verkleinert und der Auftrag des Bundesheeres immer wieder dem Budget für Landesverteidigung angepasst.
Die Frage, welches Aufgabenspektrum das Bundesheer abdecken soll, wurde nie richtig gestellt.
Es fehlte auch eine moderne Sicherheitspolitik an Hand von realen Bedrohungen (Alternative: Es fehlte auch eine moderne Sicherheitspolitik, ausgerichtet auf reale Bedrohungen). Dadurch wurde die Information der Bevölkerung über den Sinn der Landesverteidigung eines neutralen Staates sträflich vernachlässigt. Man fühlt sich, umgeben von EU- und NATO-Mitgliedern und der neutralen Schweiz, sicher. Falls ein Angriff auf diese erfolgen sollte, haben sie ja die Beistandsverpflichtung und Österreich ist ja neutral, so das Denken in der Bevölkerung. Der Politik gefällt dies, denn unter diesen Umständen kann man das Budget für Landesverteidigung laufend verringern - und niemanden stört es. Eine notwendige Totalreform der österr. Landesverteidigung, die bitter notwendig wäre und viel Geld kosten würde, braucht auch nicht in Angriff genommen werden. Die Bevölkerung ist ja mit dem Katastrophenschutz, ein bisschen präsent sein im Ausland und der Militärmusik daheim zufrieden.
Doch auch diese wird nun in den Bundesländern gestrichen und siehe da, das erste Mal gibt es ganz kleinen Protest dagegen. Warum hat bei den Kürzungen in den letzten Jahren niemand protestiert?

Niemand in der Bevölkerung denkt an eine moderne Sicherheitspolitik, die sich nach realen Bedrohungen auszurichten hat. Eine moderne Sicherheitspolitik hat klarzumachen, dass Bedrohungen in jedem Land auftreten können, gerade in jenen Staaten, die in ihrer hochentwickelten Lebensweise arg verletzbar sind. Die vernetzte Welt bringt vielfältige Abhängigkeiten mit sich, welche die Bandbreite der Reaktionsmöglichkeiten beschränken – auch für Österreich.
Die Sicherheitspolitik muss solche Bedrohungen, Verletzlichkeiten und Abhängigkeiten der Bevölkerung bewusst machen. Die Politik hat Ziele und Maßnahmen zu definieren und Instrumente und Mittel bereitzustellen. Dazu zählen auch Machtmittel, wie Polizei und Militär, aufgestellt und ausgestattet mit den dazu erforderlichen Mitteln.

Die Sicherheitspolitik muss glaubwürdig und von der Öffentlichkeit getragen sein. Die Sicherheitspolitik und ihre Machtapparate ermöglichen uns ein Leben in Freiheit, das muss der Bevölkerung bewusst gemacht werden. Wo bleibt dabei die „Geistige Landesverteidigung“ von der festgeschriebenen Umfassenden Landesverteidigung?
Österreich ist ein demokratischer Rechtsstaat ohne Machtansprüche gegen Dritte. Österreich war grundsätzlich bestrebt, global konstruktive Beiträge zu leisten und ist sich der begrenzten Möglichkeiten, aber auch Verletzlichkeiten und wirtschaftlichen Abhängigkeiten bewusst.
Österreich unterstützt die EU und die UNO, bewahrt aber auch die Selbstverpflichtung zur Neutralität, die mal so und mal so ausgelegt wird.
Sollte daher nicht in der Sicherheitspolitik festgeschrieben sein, dass Österreichs politische Führung bereit zu sein hat, das Land gegen Übergriffe mit seiner Polizei und Armee zu schützen und zu verhindern, dass es als Plattform fremder Interessen missbraucht wird?
Der Auftrag an die Armee müsste ganz klar formuliert sein und die Gewährleistung der Integrität des Staatsgebietes und des Luftraumes, den Schutz der politischen und wirtschaftlichen Zentren, der Infrastruktur und wenn nötig die Einhaltung/Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit gemeinsam mit der Polizei beinhalten. Auch die Assistenzleistung bei Elementarereignissen außergewöhnlichen Umfanges und Katastrophen gehört zum Auftrag an die Armee, genauso der Auslandseinsatz zur Friedensschaffung und Friedenssicherung bei einem UN-Mandat.
Auf Grund dessen müsste es ein Einsatzkonzept für das Bundesheer geben und ausgehend davon die Frage der Gliederung und Ausrüstung sowie Bewaffnung für die Armee beantwortet werden. Die dafür ermittelte Summe muss zur Verfügung gestellt werden, denn das Bundesheer ist die Versicherung der Republik. Wer sein Haus gegen Brand nicht versichert, handelt grob fahrlässig und muss im Brandfalle betteln. Was müsste die Republik Österreich im Falle des Falles? Als neutraler Staat die fremde Gewalt zulassen oder andere Staaten um Hilfe bitten- also eine grob fahrlässige Handlung begehen.
Derzeit wird wieder einmal „neu gegliedert“: nach dem Grundsatz, wieviel Armee kann ich mir mit weniger als zwei Milliarden Jahresbudget leisten. Anstatt es einmal richtig anzugehen, auch wenn es momentan mehr kostet, setzt man die Fehler der Vergangenheit fort, bis es heißen wird: Dieses Bundesheer ist nicht mehr zu reformieren. Kein Politiker wird dabei zugeben, dass auch er es war, der das Bundesheer in den Ruin getrieben und geführt hat.
Die Entmachtung des Generalstabschefs durch den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, zeigt uns Soldaten, was wir und die Landesverteidigung der Politik wert sind. Die derzeitige Regierung (auch ich habe sie gewählt) arbeitet menschenverachtend an der endgültigen Demontage des Bundesheeres und der Herbeiführung eines Zustandes, der Österreich zum Sicherheitsrisiko für Europa macht. Man will Österreich mit allen Mitteln den Gutmenschen und Pazifisten in jeder Weise überlassen. Wohin das führt, wissen nur die Regierenden.
Uns Unteroffizieren wurde durch die letzten 3 Verteidigungsminister (Platter, Darabosch, Klug) der jeweilige Waffengattungsstolz genommen, weil sie die Waffengattungen zerschlagen haben. Derzeit wird an der totalen Demotivation der Soldaten gearbeitet.
Am Beispiel der Landesverteidigung sieht man den verantwortungslosen Umgang mit der Republik und dem Steuergeld durch unsere politische Führung. Schweigen dazu war gestern – die Bevölkerung, der Wähler ist aufgerufen ein Machtwort zu sprechen.
Christian Schiller, Vzlt
1.Generalsekretär der Österr. Unteroffiziersgesellschaft
und Präsident der Unteroffiziersgesellschaft Salzburg
Schwarzenbergkaserne
5071 Wals

52. Generalversammlung der ÖUOG



Unsere burgenländischen Kameraden sind in der Zeit von 20. bis 22. Mai 2015 die Gastgeber der
52. Generalversammlung der österreichischen Unteroffiziersgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Generalversammlung die Neuwahl des Vorstandes der ÖUOG und die Impulsvorträge zum Thema „Der Unteroffizier der Zukunft aus Sicht der Heeresunteroffiziersakademie, das neue Dienstrecht und die Miliz im Bundesheer 2018“.

Als Ehrengäste konnte der Landespräsident der burgenländischen Unteroffiziersgesellschaft, Vizeleutnant Herbert Pietro neben den Kommandanten der Heeresunteroffiziersgesellschaft,
Herrn Brigadier Nikolaus Egger MSD, den Vertreter vom Militärkommando Burgenland, Herrn Oberst Gerd Petermann und vom Jägerbataillon 19, Herrn Major Christian Luipersbeck begrüßen.

Ehrschätzung erhielt die Generalversammlung auch durch die Anwesenheit des Finanzlandesrates Helmut Bieler, der als offizieller Vertreter des Landeshauptmannes von Burgenland Hans Niessl begrüßt werden konnte.

Diese Generalversammlung stand ganz im Zeichen eines Diskussionsprozesses über die „Zukunft der Unteroffiziere“. Nach Impulsvorträgen von Herrn Brigadier Mag. Stefan Thaler und vom Vorsitzenden der Bundesheergewerkschaft, Herrn Wilhelm Waldner wurden in Arbeitsgruppen die Vortragsthemen weiter thematisiert.

Im weiteren Verlauf legten der Bundesvorstand und die Bundesländer Rechenschaft über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr vor. Es zeigt sich immer wieder, dass in allen Bereichen, Unteroffiziere mit Hand und Herz für ihre Gemeinschaft freiwillig ihren Beitrag zu leisten.
Die größte Personengruppe innerhalb des österreichischen Bundesheeres ist zu einer konstruktiven und aktiven Mitarbeit an den notwendigen Reformen bereit und fordert einen offenen, sachlichen Diskurs über eine zielorientierte Neuorganisation.



Der neue Vorstand der österreichischen Unteroffiziersgesellschaft:

Präsident: Vzlt Kellermayr Paul
Präsident Stv: Vzlt Wöhlkönig Othmar
1. Generalsekretär: Vzlt Schiller Christian
2. Generalsekretär/Technischer Delegierter: Vzlt Danninger Josef
Kassier: Vzlt i.R. Riedinger Walter
Kassier Stv: Vzlt Gruber Karl Heinz
Schriftführer: Vzlt i.R. Fehringer Alfred
Milizreferent: Vzlt Struger Bernhard
Pressereferent: Vzlt Buchbauer Maximilian
Kassaprüfer: Vzlt Zadiner Viktor, OWm Schneeweiss Thomas

Offener Brief an den Bundespräsidenten


BAG Ballhausplatz
Ballhausplatz 2
1014 Wien

Sehr geehrter Herr Bundespräsident

Aus Sicht der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft befindet sich das österreichische
Bundesheer in seiner bisher größten Krise. Daher sehen wir uns gezwungen an Sie, sehr
geehrter Herr Bundespräsident, einen offenen Brief zu verfassen.
Die derzeit getätigten Einsparungsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Truppe sowie
die für uns nicht erkennbaren Planungsschritte des Generalstabes führen im österreichischen
Unteroffizierskorps zu einer tiefen Verunsicherung und zu einem Vertrauensverlust in die
österreichische Bundesregierung. Der sich daraus ergebende Mangel an Perspektiven für
unsere Kader- und Milizsoldaten führen einerseits nicht nur zu verstärkten Abgängen – vor
allem von jungen Unteroffizieren - sondern bringen andererseits auch Nachwuchsprobleme –
Rekrutierung von qualifiziertem Personal – mit sich.
Aus diesen Gründen machen sich die österreichischen Unteroffiziere große Sorgen um die
Zukunft unseres Heeres. Für uns drängt sich der Verdacht auf, dass die österreichische
Bundesregierung unsere Armee budgetär „aushungert“ und somit das ÖBH bewusst „gegen
die Wand fährt“ und dadurch, in der ultima ratio, die Sicherheit Österreichs gefährdet.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
respektvoll fragen wir Sie daher als Oberbefehlshaber des Bundesheeres: „Wie lange können
Sie einer, unserer Meinung nach die Sicherheit Österreichs gefährdenden, budgetären
Demontage des ÖBH noch mit ruhigem Gewissen zusehen ohne sich dazu entsprechend
öffentlich zu äußern?“

Hochachtungsvoll
Der Präsident der ÖUOG:
Vzlt Paul Kellermayr

Infografik: Die neue Struktur der Territorialkräfte.

Die neuen Strukturen des Bundesheeres

Das Bundesheer wird grundlegend neu strukturiert. Mit diesen Maßnahmen sollen insbesondere die Einsatzkräfte gestärkt und Abläufe im Heer verbessert werden. Darüber hinaus soll durch die neue Organisation besser auf die aktuellen und erwartbaren Bedrohungen für Österreich reagiert werden können.
Hier finden Sie die wesentlichen Änderungen:




Eckpunkte:
Fünf neue Jägerbataillone stützen die Einsatzkräfte, die Zuordnung von Truppen stärkt die Militärkommanden, die Brigaden werden spezialisiert (mechanisiert, schnell, leicht, alpin).

Fünf neue Bataillone für das Bundesheer - davon werden erstmals seit 38 Jahren drei komplett neu aufgestellt.

Die Jägerbataillone 1 (B), 15 (OÖ) und 7 (K) werden neu aufgestellt; das ist die erste Vergrößerung des Bundesheeres seit dem Jahr 1978.
Das Fliegerabwehrbataillon 3 (Salzburg) und Teile Jägerbataillon 26 (Tamsweg) werden zum Jägerbataillon 8. Das Stabsbataillon 6 (Innsbruck) und Teile Jägerbataillon 23 (Landeck) werden zum Jägerbataillon 6.


Was ändert sich in den Bundesländern?

Jedes Militärkommando wird künftig über ein Jägerbataillon verfügen. Zusätzlich werden ihnen die Militärischen Service Zentren (Gebäudeverwaltung) in den jeweiligen Bundesländern zugeordnet.



Neue Aufgaben und Spezialisierung für Brigaden als Krisenreaktionskräfte:



Einladung zum Vernetzungstreffen

der Plattform Wehrhaftes Österreich

Das jährliche Vernetzungstreffen findet heuer in Salzburg statt.
Es soll Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen der Funktionäre bieten.

Termin:
Samstag 11. November 2017
Festung Hohensalzburg in der Stadt Salzburg

Programm:
Eintreffen bis 10.00 Uhr bei der Talstation Festungsbahn
10.00 bis 11.00 Uhr Begrüßungsdrink im Panoramarestaurant
11.30 bis 13.00 Uhr Führung durch das Rainer-Regimentsmuseum
ab 13.30 Uhr gemeinsames Mittagsessen im Panoramarestaurant

Forderungskatalog der Plattform

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UOG Wien

Bundespräsident besuchte die 7. Jägerbrigade

Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch dem 12. Juli 2017, die 7. Jägerbrigade in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne. Der Kommandant der Brigade, Brigadier Jürgen Wörgötter, hieß gemeinsam mit Landeshauptmann Peter Kaiser, Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler und Bataillonskommandant Oberstleutnant Alexander Raszer den Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres am Gelände der Kaserne willkommen.

Empfang mit militärischen Ehren

Der Bundespräsident war mit einem "Black Hawk" - Hubschrauber des Bundesheeres aus Wien gekommen, begleitet wurde er vom Generalstabschef General Otmar Commenda und seinem Adjutanten, Generalmajor Thomas Starlinger, der ein ehemaliger Kommandant der 7. Jägerbrigade ist. Der Bundespräsident wurde von einer Ehrenformation und der Militärmusik Kärnten musikalisch begrüßt.

Die 7. Jägerbrigade

Van der Bellen erhielt zuerst eine ausführliche Information über die 7. Jägerbrigade und das in diese eingegliederte Jägerbataillon 25. Die 7. Jägerbrigade ist eine der vier großen Einsatzverbände des Österreichischen Bundesheeres und hat ihre rund 3.500 Soldatinnen und Soldaten in Kärnten und der Steiermark stationiert und verfügt als einziger Verband der Landstreitkräfte über Luftlandefähigkeiten. Die „Siebente“ ist für Einsätze zur Stabilisierung im Ausland und zur Unterstützung des Kommandos Schnelle Einsätze im Inland vorgesehen.
Festgestellt wurde auch, dass das Bundesheer ein attraktiver Arbeitgeber sei und daher sollten weiterhin Bemühungen erfolgen, um diesen großen Zuspruch, den es derzeit erlebe, zu erhalten bzw. abzusichern.

Einsatzvorführung des Jägerbataillons 25

Bundespräsident und Landeshauptmann besichtigten gemeinsam mit General Commenda und dem Kommandanten der Landstreitkräfte, Generalleutnant Franz Reissner, im Anschluss eine Einsatzvorführung am Kasernengelände. Das Jägerbataillon 25 führte eine Evakuierungsoperation in einem internationalen Szenario vor. Dabei waren Fallschirmspringer, Hubschrauber, Pandur-Radpanzer sowie Scharfschützen und Drohnen im Einsatz, um Personen einschließlich Verletzte aus einem bedrohten Haus in Sicherheit zu bringen.

Dank des Bundespräsidenten

Nach der Vorführung standen eine Präsentation von Waffen und Gerät sowie ein Treffen der Soldaten des Jägerbataillons 25 mit dem Bundespräsidenten am Programm. Van der Bellen dankte zum Abschluss den Kommandanten der 7. Jägerbrigade und des Jägerbataillons 25 für den herzlichen Empfang und die eindrucksvolle Einsatzvorführung.

Fotos: Bundesheer/Peter Scharmüller und Peter Lechner

UOG Salzburg

Foto ÖBH / Carina KARLOVITS

Für den Bundespräsidenten war es der erste Truppenbesuch

Truppenbesuch von Bundespräsident Van der Bellen

Mautern, 03. April 2017 - Bundespräsident Alexander Van der Bellen absolvierte gemeinsam mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil seinen ersten Truppenbesuch beim Bundesheer in der Raab-Kaserne in Mautern. Dabei zeigten die Soldaten des Kommandos Schnelle Einsätze ihre Leistungsfähigkeit.

Vorführungen und Gespräche

Die Soldaten präsentierten an insgesamt acht Stationen anhand von statischen- und dynamischen Vorführungen das Zusammenwirken von Militärpolizei, ABC-Abwehr, Aufklärern, Pionieren, Logistikern und Infanteriesoldaten. Dabei ließen es sich Bundespräsident Van der Bellen und Verteidigungsminister Doskozil nicht nehmen, persönliche Gespräche mit den Soldaten zu suchen.

Vielfalt und Zusammenarbeit

Van der Bellen zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und der Zusammenarbeit der verschiedenen Spezialisten des neuen Kommandos. Minister Doskozil betonte, dass auch für die Zukunft die Anschaffung von modernen Geräten geplant sei und die Zahlen in der Personalrekrutierung steigend seien.

Kommando Schnelle Einsätze

Mit 1. Jänner 2017 ist das Kommando Schnelle Einsätze geschaffen worden. Dazu zählen das Stabsbataillon 3, das Pionierbataillon 3, die Jägerbataillone 19 und 33, das Kommando ABC-Abwehr, das Aufklärungsbataillon 3 sowie das Kommando Militärstreife und Militärpolizei. In diesem Verbund sind sehr viele Fähigkeiten vereinigt und für Einsätze in verbauten Gebieten optimiert.
Die Hauptaufgabe des Kommandos Schnelle Einsätze liegt in der Abwehr und der Bewältigung von terroristischen Bedrohungen im Inland. Das Kommando ist aus der 3. Panzergrenadierbrigade hervorgegangen und ist schnell verfügbar für Einsätze im In- und Ausland.

"Foto: Bundesheer/ALBIN FUSS"

Das Kontingent in der Amstettner Kaserne.

KFOR-Soldaten in Amstetten verabschiedet

Amstetten, 31. März 2017 - Am Freitag wurden in der Ostarrichi-Kaserne in Amstetten 150 Soldaten des 36. KFOR-Kontingents in den Kosovo verabschiedet.

Angehörige und Ehrengäste

Neben zahlreichen Ehrengästen konnte der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Martin Jawurek, auch viele Angehörige der Soldatinnen und Soldaten bei der Verabschiedung begrüßen. Der Vertreter des Kommandanten der Landstreitkräfte, Brigadier Ruderstaller, betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit des Engagements des Österreichischen Bundesheeres bei internationalen Einsätzen.

Stellenwert in der Gesellschaft

Der Vertreter des Landes Niederösterreich und zweiter Landtagspräsident, Gerhard Karner, verwies auf den Stellenwert des Bundesheeres in der Gesellschaft und auch auf die jahrzehntelange erfolgreiche Zusammenarbeit Österreichs mit internationalen Organisationen zum Zwecke friedenserhaltender Maßnahmen.

170 neue Unteroffiziere für die Truppe.

Foto ÖBH / Carina KARLOVITS

170 neue Unteroffiziere für die Truppe

Am 9. Februar 2017 musterteten 170 Soldatinnen und Soldaten der Heeresunteroffiziersakademie im Zuge eines militärischen Festaktes in der Stadthalle in Enns aus. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss der Unteroffiziersausbildung. "Ich bin stolz, so viele junge Soldatinnen und Soldaten beim Österreichischen Bundesheer willkommen zu heißen", so Doskozil.

Lehrgangsbester wurde der 26-jährige Tiroler Philip Obojes. Er ist als Notfallsanitäter im Kommando Gebirgskampf in der Standschützen Kaserne in Innsbruck tätig.

Von den 170 ausgemusterten Unteroffizieren, davon 9 Frauen, sind 44 aus Niederösterreich, 40 aus Kärnten, 19 kommen aus der Steiermark und 22 aus Wien. Aus dem Burgenland kommen 12, aus Salzburg 13. Tirol ist mit 11 und Oberösterreich mit 9 Unteroffizieren vertreten. 29 der Wachtmeister sind Milizsoldaten.

Die Heeresunteroffiziersakademie besteht seit 1958 und befindet sich in der Towarek-Kaserne in Enns. Sie ist das Kompetenzzentrum für nationale und internationale Unteroffiziersausbildung beim Bundesheer.

Foto ÖBH / Carina KARLOVITS

Verteidigungsminister Doskozil mit dem Lehrgangsbesten, Wachtmeister Obojes.

Foto ÖBH / Carina KARLOVITS

Unter den ausgemusterten Unteroffizieren waren auch neun Frauen.

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